Zu den Subjektivierungsweisen von jungen Erwachsenen unter Gesundheitsanforderungen
Gesundheit ist als Begriff nur schwer zu definieren und subjektiv (als Zustand und als Begriff) sehr unterschiedlich. Nach der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Gesundheit mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Mit Gesundheit verbindet sich Wohlbefinden; das subjektive Gesundheitsverständnis ist von Bedeutung. Gesundheit ist auch bestimmtes Wissen – Was ist gesund? Wie kann ich mich gesundheitsförderlich verhalten? Woher habe ich mein Wissen? Was macht das mit mir?
Im Zentrum des Projekts und dieser Homepage steht die mentale Gesundheit (emotionale, psychische, seelische Gesundheit), denn: Es gibt keine Gesundheit ohne mentale Gesundheit („There is no health without mental health“ (WHO 2018)). Gerade in den letzten Jahren gibt es eine vermehrte Auseinandersetzung mit mentaler Gesundheit und psychischen Erkrankungen, vor allem in den (Sozialen) Medien. Zugleich ist die Erkrankungsrate, gerade bei jungen Erwachsenen, hoch. Mentale Gesundheit und Gesundheitshandeln sind also von großer Bedeutung.
In dem Promotionsprojekt möchte ich untersuchen, wie welche Bedeutungen von mentaler Gesundheit hergestellt werden (Projektphase I) und welche Auswirkungen das auf das Handeln und das Selbstverständnis junger Menschen hat (Projektphase II).